Schmuckpflegeguide

Damit du lange Freude an deinen neuen Lieblingsschmuckstücken hast, ist es wichtig, sie regelmäßig zu pflegen. Hier erfährst du, wie du deinem Schmuck die Schmuckpflege gibst, die er verdient.

Schmuck reinigen

Trägst du deinen Schmuck regelmäßig bei verschiedenen Aktivitäten und lässt ihn auch mal zum Schlafen an? Dann kann er durch Schweiß, Kosmetika und andere Dinge hin und wieder etwas schmutzig werden. Um die Schönheit deines Schmucks so lange wie möglich zu erhalten, solltest du deinen Schmuck reinigen, am besten regelmäßig.

Wie du deine Goldkette reinigen, deine Ohrringe reinigen oder deine Ringe am besten reinigen kannst, kommt auf das Material an. Es gilt jedoch immer: behandle deinen Schmuck so schonend wie möglich, lege ihn beim Sport und beim Schlafen ab und lasse ihn nicht mit Putzmitteln und Kosmetika in Kontakt kommen. So bleibt dein Schmuck lange strahlend schön.

Warum läuft Schmuck an oder wird glanzlos? 

Das „Anlaufen“ des Materials ist im Grunde nichts anderes als eine chemische Reaktion: die Oxidation (aka Reaktion mit Sauerstoff). Dadurch formt sich dann bei Silber die dunkle Patina und bei Gold geht der Glanz verloren. Durch eine Rhodinierung unseres Silberschmucks, also durch eine zusätzliche Beschichtung des Materials, wird das Anlaufen herausgezögert. Aber keine Angst: Oxidation lässt sich zwar nicht ganz vermeiden, aber zumindest bei richtiger Pflege weiter herauszögen und auch durch sorgfältige Reinigung gut wieder beseitigen.

Edelstahlschmuck läuft übrigens nicht an, seine Farbe verändert sich auch bei regelmäßigem Wasserkontakt nicht. Dies gilt auch für vergoldeten Edelstahlschmuck, welcher seine Vergoldung mit der Zeit nicht verliert. Hier findet du mehr Infos zu unseren Schmuckmaterialien

Allgemeine Tipps und Tricks 

Dein Lieblingsschmuck wird im Alltag mit allen möglichen „Gefahren“ konfrontiert. Deshalb gibt es einige Punkte, die du bei der Pflege und Aufbewahrung beachten solltest:

    • Achtung ätzend:Schmuck sollte nicht mit Chemikalien in Kontakt kommen, da sie Material und Vergoldung angreifen. Deshalb Ringe, Armbänder und Co. bei der Hausarbeit lieber ausziehen. Halbedelsteinschmuck sollte außerdem auch keinen Stößen ausgesetzt werden.
    • Hydrophobie. Vergoldeter Schmuck hält prinzipiell länger, wenn man ihn nicht zu viel Wasser aussetzt. Du kannst gar nicht auf deinen Schmuck beim Duschen und schwimmen verzichten? Dann greife lieber zu Edelstahlschmuck oder einer nicht vergoldeten Version.
    • Safe and Sound. In einer geschlossenen Schmuckbox fühlen sich deine Lieblingsketten, Ohrringe und Co. wohl, denn hier sind sie vor Feuchtigkeit und zu viel Sauerstoff geschützt. Mehr Tipps findest du in unserem Ratgeber zur Schmuckaufbewahrung.
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Welches Material ist wie zu pflegen?

Die richtige Reinigung hängt von den Materialien des Schmucks ab. Schmuckmaterialien sind wie Hauttypen: jedes braucht eine spezielle Pflege, die zu seinen Bedürfnissen passt. So gibst du deinem Schmuck die Pflege, die er verdient:

    • Edelstahl: Da 316 L Edelstahl weder rostet, noch die Tendenz hat anzulaufen, musst du ihn meist nur mit einem weichen Tuch polieren, um ihm seinen Glanz zurückzugeben. Wird der Edelstahlschmuck doch einmal schmutzig, kannst du ihn einfach mit lauwarmen Wasser, etwas Seife oder Spülmittel und einer weichen Zahnbürste reinigen.
    • 925er Sterling Silber: Angelaufenes Silber bringst du entweder mit einem Silberputztuchoder einem Bad aus lauwarmen Wasser, Salz und einem Streifen Alufolie zum Glänzen. Bei besonders starker Oxidation kannst du es mit einem Silberbad aus der Drogerie oder vom Juwelier reinigen.
    • 18K Gold: 18K Echtgold ist ein sehr widerstandsfähiges und beständiges Material, das sich zum täglichen Tragen besonders gut eignet. Deshalb war Echtgold schon immer sehr beliebt für die Schmuckherstellung. Gold zu pflegen ist darüber hinaus äußerst einfach, da es im Gegensatz zu Silber nicht oxidiert und auch Wasserkontakt problemlos verträgt. Nur wenn du in gechlortem Wasser schwimmen möchtest, solltest du deinen Goldschmuck auf jeden Fall ausziehen, da Chlor Gold entfärben kann. Poliere deinen Goldschmuck ab und zu mit einem weichen Tuch, um ihn wieder zum Glänzen zu bringen. Bei groben Verschmutzungen kannst du lauwarmes Wasser mit etwas milder Seife nehmen. Achte nur darauf, nicht zu aggressiv zu sein und trockne deinen Echtgoldschmuck nach der Reinigung immer gut ab.
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    • Vergoldung: Bei Gelbgold oder Roségold vergoldetem Schmuck darf die Reinigung nicht zu aggressiv ausfallen, da sich die Vergoldung mit der Zeit von Sterling Silber ablösen kann. Lauwarmes Wasser, eine milde Seife und ein weiches Tuch genügen meistens zur Pflege. Achte vor allem darauf, deine Schmuckstücke sorgfältig und sanft abzutrocknen.
    • Halbedelsteine: Mit Halbedelsteinen solltest du immer vorsichtig sein. Zwar handelt es sich um ein hartes Material, das macht es aber auch anfälliger für Kratzer und Risse. Bei KettenArmbändernOhrringen etc. mit Schmucksteinen können lauwarmes Wasser, etwas milde Seife und eine weiche Zahnbürste zur Reinigung genommen werden. Danach gründlich mit einem weichen Tuch abtrocknen. Gleiches gilt auch für Süßwasserperlen, diese können jedoch auch an der Luft trocknen.
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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 

Die Schmuckreinigung ist auch eine gute Gelegenheit, um das Material und die Schmucksteine und Perlen zu überprüfen. Halbedelsteine solltest du auf größere Kratzer und Risse untersuchen. Bei gefassten oder geklebten Schmucksteinen und Perlen solltest du außerdem überprüfen, ob sie noch fest in der Fassung sitzen.

Schmuckstücke ohne Stein solltest du auf ihr Finish überprüfen. Glänzender Schmuck wird nämlich mit der Zeit matter und matter Schmuck wird glänzender. Verlorenen Glanz bekommst du durch Polieren mit einem weichen Tuch wieder zurück und mit einem speziellen Mattierungsschwamm kannst du deinen Lieblingsteilen wieder einen edgy matten Look verleihen. Streich einfach in die gewünschte Richtung über die Oberfläche, um sie wieder schön matt zu machen.